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Yamas und Niyamas- Ethik und Moral im Yoga

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Patanjali hat in seinen etwa 2000 Jahre alten Yoga Sutras die Grundlagen für den spirituellen Weg formuliert. Die Techniken und Empfehlungen zur entwicklung des Geistes und klärung des Energiefeldes sollten nicht ohne eine feste Basis ausgeführt werden. Das Fundament sollte eine stabile Persönlichkeit sein um sich so zu öffnen, ohne Schaden zu nehmen. Zweifelsohne kultiviert man durch den ganzheitlichen Yoga Geisteskräfte und ungeahnte Fähigkeiten, da ist es wichtig ein gutes Herz zu haben. Durch das Entwickeln der 10 Eigenschaften entwickeln wir die nötigen Vorraussetzungen um dann die höheren Praktiken auszuführen. Anders gesagt: Man muss erst ein gesundes Ego haben, um es überschreiten zu können. Die Yamas und Niyamas werden auch die 10 Gebote des Yoga genannt, jedoch sind es eher empfehlungen als Gesetze. Ich denke richtig verstanden machen sie für jeden Sinn.

Hier also ein Vortrag den ich zu diesem Thema gehalten habe:

Die Yamas Niyamas als MP3

Und hier ganz knapp die 10 Punkte mit dem entsprechenden Vers:

Yamas- Regeln und Vorschriften für den Umgang mit anderen

 Ahimsa- Nichtverletzen, Gewaltlosigkeit

Wenn Nichtverletzen fest begründet ist,

wird Feindschaft in der Gegenwart des Yogis aufgegeben II/35

Satya- Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit

Wenn Wahrhaftigkeit fest begründet ist,

erlangt man die Frucht der Handlung ohne zu handeln. II/36

Asteya- Nichtstehlen

Ist Nichtstehlen fest begründet,

kommen alle Kostbarkeiten wie von selbst. II/37

Brahmacharya- Enthaltsamkeit, Verlässlichkeit

Ist Brahmacharya fest begründet,

erlangt man große Lebenskraft. II/38

Aparigraha- Unbestechlichkeit, nicht Zugreifen

Ist Unbestechlichkeit fest begründet,

versteht man den Sinn des Lebens. II/ 39

 

Niyamas- Gebote, Verhaltensregeln für das Privatleben

Saucha- Reinheit, Klarheit

Durch die Reinigung entstehen geistige Klarheit, heiteres Gemüt, Konzentrationsfähigkeit, Kontrolle der Sinne und Eignung für die Verwirklichung des Selbst. II /41

Samtosha-  Zufriedenheit, Bescheidenheit

Aus Zufriedenheit gewinnt man unübertroffenes Glück. II/42

Tapas- Askese, Disziplin

Durch Tapas werden Unreinheiten aufgelöst

und Kräfte des Körpers und der Sinne herbeigeführt. II /43

Svadhyaya- Selbststudium, Selbstanalyse

Svadhyaya führt zur Verbindung zum persönlichen Gott. II/44

Ishvara Pranidhana- Verehrung Gottes, Selbsthingabe

Hingabe an Gott führt zur Fähigkeit, Samadhi zu erreichen. II/45

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