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Das Kölner Volk galt schon immer als Prototyp der rheinischen Frohnatur. Die Stadt Köln ist auch schon seit Urzeiten als spiritueller Pilgerort bekannt. So hatten schon die Kelten auf dem Hügel einen Kultplatz errichtet, auf dem heute der Kölner Dom steht. Tatsächlich gehört Köln zu den 5 wichtigsten Orten der Christenheit, so liegen zB. im Dom (offiziell) die Gebeine der heiligen 3 Könige und der riesige Dom war das erste Gebäude der Menschheit, welches die Höhe der Cheopspyramiede übertraf.
Kölner sind für ihre Toleranz und Offenheit bekannt, und so hat der Kölner Volksmund einige Weisheiten hervorgebracht die aus spiritueller Sicht sehr wichtig und weise sind. Ich möchte an dieser Stelle diese essenziellen Weisheiten benutzen, um die darin verborgene Spirituelle Essenz zu vermitteln. Es gibt verschiedene Versionen dieser Kernaussagen, ich habe die 11 Wichtigsten zusammengestellt.
Die Zahl 11 ist für den Kölner eine Heilige Zahl:
- Die 5. Jahreszeit beginnt am 11.11. um 11.11Uhr
- Die Zahl 11 steht für die Sünde, weil sie die 10 Gebote übersteigt
- Der Elferrat ist wichtigstes Gremium im Karneval
- ELF steht auch für die Revolution: E = Egalite, L = Liberté und F = Fraternité
Man könnte die auch als die “Kölsch- Sutras” bezeichnen, den Leitfaden für das Leben. Sie drücken universelle Prinzipien aus die auf dem spirituellen Weg eine Landkarte bieten können.
Hier zunächst mal die 11 Kölschen Lebensweisheiten und das dazu passende universelle Prinzip:
Et es wie et es. -Gegenwärtigkeit
Et kütt wie et kütt. -Akzeptanz
Et hät noch emmer joot jejange. -Vertrauen
Wat fott es, es fott. -Loslassen
Et bliev nix wie et wor. -Vergänglichkeit
Jede Jeck is anders. -Vielfalt
Wat wells de maache? -Annehmen
Maach et joot, äver nit zo off. -Mittelmaß
Mer muss au jönne könne. -Mitgefühl
Wat soll dä Quatsch? -Unterscheidung
Do laachs de disch kapott. -Humor
Beim oberflächlichen Lesen erkennt man gleich den tiefen Wahrheitsgehalt dieser Aussagen.
Hier noch einige Erläuterungen dazu.
Et es wie et es.
(„Es ist wie es ist.“)
Akzeptiere die Gegenwart wie sie ist. Weder Zukunft noch Vergangenheit sind wirklich, sie finden nur in unserem Kopf statt. Das einzige was zählt ist das Hier und Jetzt, das Wirken im Moment. Die wichtigste spirituelle Praxis ist das Leben im Augenblick und das bewusste Erfahren von allem was ist.
Et kütt wie et kütt.
(„Es kommt wie es kommt.“)
Das Schiksal nimmt seinen Lauf, sei offen für das was kommt. Wir sollten zwar in jedem Moment unser bestes geben, haben jedoch nicht die volle Kontrolle über das Ergebnis unseres Handelns. Wenn wir uns in den Fluss des Augenblicks fallen lassen, können wir jede Erfahrung als ein Geschenk annehmen.
Et hät noch emmer joot jejange.
(„Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
So schlimm auch die Welt manchmal aussieht und so groß unsere Probleme auch zu sein scheinen, die Welt wird sich weiter drehen und wir werden aus unseren Erfahrungen lernen. Wichtig ist es, Vertrauen zu entwickeln und zu wissen das alles Sinn macht so wie es ist.
Wat fott es, es fott.
(„Was fort ist, ist fort.“)
Akzeptiere die Vergänglichkeit des Lebens, hänge nicht an den Dingen die verschwinden und sich auflösen. Das Leben ist nunmal ein ständiges Entstehen und Vergehen. Lerne Dinge und Erfahrungen los zu lassen und mache dich unabhängig von den Vergänglichkeiten.
Et bliev nix wie et wor.
(„Es bleibt nichts wie es war.“)
Sei offen für die Veränderungen im Leben. Die Evolution ist ein Prozess ständiger Veränderung und Verbesserung. Entscheidend ist, das wir in jedem Moment unser bestes geben zum Wohle aller und voller Vertrauen annehmen was kommt. Die Vergangenheit ist vorbei.
Jede Jeck is anders.
(„Jeder hat seine eigene Macke“)
Akzeptiere die Vielfalt in deinen Mitmenschen. Die Welt ist riesig und bunt, die Menschen sind verschieden und individuell. Auch wenn wir das Verhalten und Auftreten anderer nicht verstehen, können wir es als eine weitere interessante Erscheinung in der Schöpfung betrachten.
Wat wells de maache?
(„Was willst du machen?“)
Manchmal ist das Schiksal stärker als du. Es gibt Situationen im Leben die wir nur akzeptieren können und denen wir mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind. Wichtig ist das Annehmen des Schiksals und zu sehen wann wir etwas verändern können und wann eben nicht.
Maach et joot, äver nit zo off.
(„Mach es gut, aber nicht zu oft.“)
Vergnüge dich, aber achte auf das Maß. Es gilt im Leben das zu genießen was sich gerade als Erfahrung offenbart, aber nicht daran festzuhalten. Dem Glück braucht man nicht hinterher zu laufen sondern sich nur im Augenblick dafür zu öffnen.
Mer muss au jönne könne.
(„Man muss auch Gönnen können.“)
Freue Dich über das Glück anderer und vervielfältige so die vorhandene Freude. Neid und Eifersucht entfernen uns nur von dem Glück was in uns liegt. jeder hat ein recht darauf Glück und Freude zu erfahren und es in vollen Zügen zu genießen!
Wat soll dä Quatsch?
(„Was soll der Quatsch?“)
Wir sollten immer versuchen denn Sinn und Zweck zu verstehen und mit unserem scharfen Verstand das dasein lernen zu verstehen. Wir sollten auch nicht alles als gegeben akzeptieren sondern hinterfragen, anzweifeln und kritisieren.
Do laachs de disch kapott.
(„Da lachst du dich kaputt.“)
Mit Humor lässt sich besser durchs Leben gehen. Lachende Menschen sind gesünder, glücklicher und haben das Leben besser im Griff. Lachen kann man lernen und vieles ist einfacher wenn man die Dinge mit Humor betrachtet und zB. über sich selbst lachen kann.
Vielleicht kannst du mit diesen Lebensweisheiten etwas anfangen, ich denke sie stellen einen klaren Leitfaden für den spirituellen Weg dar und können immer wieder als Erinnerung dienlich sein!
Wenn nicht gibt es noch eine weitere Weisheit:
Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.


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