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Manfred hat sich als 12-Jähriger bereits zu einem Leben als Mönch hingezogen gefühlt. Mit 20 ist er dann in den katholischen Orden der Karthäuser Mönche eingetreten. Dort hat er insgesamt 18 Jahre gelebt. Er hat sich dann allerdings in den letzten Jahren seines Mönchslebens entschieden, wieder ein normales Leben zu führen.
Heute lebt er als Yogi in einer Beziehung und reflektiert über seine Erfahrungen als Einsiedelmönch. Ich kenne Manfred, ehemals Bruder Johannes-Maria, seit etwa 5 Jahren und schätze seine kraftvolle und ruhige Ausstrahlung sehr. Bei unserer Begegnung im Juni`12 habe ich die Gelegenheit genutzt ihn zu interviewen.
Im Februar 2013 wird er im Haus Yoga-Vidya Bad Meinberg ein Seminar geben “Die grosse Stille der Karthäuser”.
Hier also zunächst das Interview mit dem ehemaligen Karthäusermönch Manfred.
Der Orden der Karthäuser geht auf den heiligen Bruno im 11 Jhd. zurück und hatte seine Blütezeit im späten Mittelalter. Der “Ordo Cartusiensis” mit seinem Hauptsitz in den französischen Alpen gilt als der strengste kontemplative Orden der katholischen Glaubenswelt. Das Zusammenleben der Mönche ist ganz auf die spirituelle Praxis in der Einsamkeit ausgelegt, so wird im Kloster nur das allernötigste gesprochen und maximal 4 Stunden geschlafen zwischen den Gebetszeiten geschlafen. In den Statuten heisst es: „Unser Bemühen und unsere Berufung bestehen vornehmlich darin, im Schweigen und in der Einsamkeit Gott zu finden.“ Seit der Gründung des Ordens hat es im Regelwerk und der Lebensweise kaum Änderungen gegeben. Beispielsweise werden die Choräle uns Psalmen konstant auf die selbe Weise gesungen. Ein Papst hat dazu mal gesagt: „Die Kartause wurde nie reformiert, da sie nie deformiert wurde“.
Ein Kloster der Karthäuser kann man nicht besuchen, auch nicht um dort in Stille zu praktizieren. Sie leben völlig zurückgezogen und pflegen die Einsamkeit. Besonders Frauen sind nicht zugelassen, wenn zB der Bundespräsident eingeladen wäre, müsste seine Frau draussen warten. Ein mal im Jahr dürfen allerdings enge Verwandte für 2 Tage zu Besuch kommen.
Im Jahr 2007 hat ein Filmteam das Leben in der “grossen Chartreuse”, dem Hauptsitz des Ordens, filmen dürfen. Dabei ist dieser preisgekrönte Dokumentarfilm herausgekommen:





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