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Ein spirituelles (Rezept) Lied
Ein Lied das Ramana Maharshi 1914/1915 dichtete,
als seine Mutter in der Virupaksha-Höhle
für ihn Appalams machen wollte.
Ramana sagte über dieses Lied später:
„Die ganze Essenz des Vedanta ist in diesem Lied enthalten“.
Das Appalam-Lied
Refrain:
Streng dich an und mache Appalams*1,
iss sie und dein Verlangen ist gestillt.1. Durchwandere nicht trostlos diese Welt.
Beherzige das unausgesprochene, einzigartige Wort
des wahrhaften Meisters,
der die Wahrheit von Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit lehrt.2. Nimm die schwarzen Linsen*2,
das Ego, das auf dem Feld der fünf Hüllen des Körpers*3 wächst,
und zermalme es in der Mühle,
der Frage der Weisheit: „Wer bin ich?“,
zum feinsten Mehl.3. Gib Pirandai-Saft*4 hinzu, das ist gute Gesellschaft,
und Kreuzkümmel, das ist Geisteskontrolle,
den Pfeffer der Selbstbeherrschung,
das Salz der Nicht-Anhaftung
und als Gewürz Asant*5, die Liebe der Tugend.4. Gib den Teig in den Mörser des Herzens
und mit der Mörserkeule des nach innen gerichteten Geistes
zerstoße ihn kräftig mit den Schlägen von „Ich“, „Ich“.
Dann welle ihn aus mit dem Wellholz der Stille
auf der Steinplatte des Seins.
Arbeite unermüdlich, beständig und guten Mutes.5. Lege das Appalam in die zerlassene Butter von Brahman
in die Pfanne des unendlichen Schweigens
und brate es über dem Feuer der Erkenntnis.
Wenn dann das „Ich“ zum Selbst geworden ist,
iss und koste das Selbst als das Selbst,
und bleibe das Selbst allein.
*1Appalams: dünne Fladen aus Linsenmehl
*2 gemeint ist eine schwarze Bohnensorte, die v.a. Für Dhal etc. verwendet wird.
*3 die fünf Hüllen: die physische, vitale, mentale, intellektuelle Hülle und die Hülle der Seligkeit.
*4 eine Sorte ganzjähriger Kletterpflanzen, die in den trockenen Gegenden Indiens wächst.
*5 Asant schmeckt ähnlich wie Knoblauch und wird in der indischen Küche gern als Gewürz verwendet.
Quelle: Suri Nagamma, Briefe aus dem Ramanashram, Aus Leben und Lehre Ramana Maharshis
Ich habe es gefunden in einem Beitrag von Antar in Satsangforum.de
Viel Spaß beim Nachkochen!



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