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Asato Ma Sat Gamaya- archaisches Gebet des Veda

Hari Ki Pauri in Haridwar

Hari Ki Pauri in Haridwar

 

 

 

 

 

 

Das “Asato Ma” ist sicher eines der wichtigsten Mantras im Yoga. Und ist geeignet für die Meditation und als Grundlage zur Lehre des Vedanta.

Hier die original Schreibweise in der Devanagari-Schrift.

[ॐ] असतो मा सद्गमय |
तमसो मा ज्योतिर्गमय |
मृत्योर् र्मामृतं गमयेति |

und als Transkription in Sanskrit

[oṃ] asato mā sad gamaya |
tamaso mā jyotir gamaya |
mṛtyor māmṛtaṃ gamayeti |

Hier eine mögliche Übersetzung:
“Führe uns vom Unwirklichen zur Wahrheit,
von der Dunkelheit zum Licht,
von der Sterblichkeit zum ewigen Leben.”

Oder hier eine ausführlichere Übersetzung:
“Führe uns vom Nicht-Existenten zum Wahrhaftigen,
von der dunkelheit leidschaffender Verhaftungen zur direkten Erkenntnis,
von der Identifikation mit dem Vergänglichen zur Erfahrung des Ewigen!”

Hier singe ich das Mantra:
Asato_Ma_Sat_Gamaya

Dieses Mantra stammt aus der Brihadaranyaka-Upanishad und ist etwa 2800 Jahre alt.

In Indien werden solch alte Schriften, Gebet und Mantras auch heute noch verwendet, weil sie Zeitlos wertvoll sind.

“Führe uns vom Unwirklichen zur Wahrheit.”

Wir nehmen an, dass unser Alltagsbewusstsein begrenzt ist, und dass wir die Wahrheit nicht erkennen. Es wird gesagt, dass wir einen Zustand erreichen können, in dem wir die Wirklichkeit unmittelbar erkennen können und unser beschränktes Bewusstsein transzendiert wird. Ziel des Yoga, des spirituellen Weges und aller Religionen ist es, dieses zu verwirklichen. Also den überbewussten Zustand zu erleben, wo wir das Göttliche direkt erfahren.

„Führe uns von der Dunkelheit ins Licht.“

Das Licht ist eine Metapher für Erkenntnis. Da wo Licht hinfällt können wir etwas erkennen. Wir wollen durch die spirituelle Praxis Licht ins Dunkel bringen, wollen erkennen was jetzt im Dunkeln liegt. Also unser Unbewusstes nach und nach ans Licht bringen. Wir wollen erkennen was uns jetzt noch verborgen ist. Außerdem steht ja das Licht auch für das „Gute“.

„Führe uns von der Sterblichkeit zum ewigen Leben.”

Wir glauben nicht, dass wir durch Yoga etc. den Tod überwinden können. Sondern die Meister sagen: Im Tod verlässt das was wir eigentlich sind nur die sterbliche Hülle. Wenn wir erkennen was unser Wahres Selbst ist, dann sehen wir, dass es unabhängig von Raum und Zeit existiert. Dann wissen wir der Tod ist nur der Übergang in eine neue Phase. Wir sind gefangen in einem Kreislauf aus Leben und Tod, solange wir Karma haben müssen wir nach dem Tod wieder zurück auf diese Ebene. Ziel des Lebens ist letztlich, uns davon zu befeien!

Und hier singe ich das Mantra nochmal:

Es gibt auch eine ausführliche Besprechung des Gayatri-Mantras von mir.

Und ein Video über Mantras an sich, sowie eines über die Geschichte des Yoga.

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