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Achtsamkeit

“Achtsam Sein im Hier und Jetzt” ist seit einiger Zeit ein Trendthema in der Spirituellen Szene. Aus gutem Grund wie ich denke, weil es ein Schlüssel ist um Glücklich, Gesund und Entspannt zu sein, sowie sich in ein erweitertes Bewusstsein hinein zu Entwickeln. Ich möchte hier ein paar Gedanken zum Thema Achtsamkeit festhalten.

Zur Begriffsklärung: Aufmerksamkeit ist der Fokuss unseres Bewusstseins, Achtsamkeit ist das Öffnen der Aufmerksamkeit auf alles was wahrgenommen werden kann. Konzentration hingegen ist das Ausrichten der Aufmerksamkeit auf eine Sache.

Die Wirklichkeit (kommt von “Wirken”…) ist immer nur in der Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft existieren nur in unserem Geist, und werden von unserer Phantasie bestimmt. Ziel aller Spiritualität sollte sein, mit dem Bewusstsein klar, wach und authentisch in der Realität, also mitten im Hier und Jetzt zu sein.

Die Psychlologie sagt, dass 90% unserer Gedanken Wiederholungs-Schleifen sind!
Wir sind also den ganzen Tag damit beschäftigt, die immergleichen Gedenken wieder und wieder zu denken. Die Buddhisten benutzen für den Menschlichen Geist gerne den Begriff: “Monkeymind”. Unsere Gedanken sind wie eine Horde wilder Affen die versuchen unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Gedanken können wir ebensowenig wie eine Horde Affen Kontrollieren, Wegschieben oder gar zur Ruhe bringen. Je mehr wir uns mit den Gedanken befassen, umso stärker werden sie. Je mehr Aufmerksamkeit wir unseren Denkmustern, Vorstellungen, Bewertungen und Problemanalysen geben, umso mehr Macht bekommen sie über uns. Wir sollten es also irgendwie schaffen, mit unseren Gedanken so umzugehen, dass sie uns nicht davon weg bringen Glücklich, Entspannt und Gesund zu sein. Es gilt zu lernen die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was wirklich ist. Und unsere Präsenz nicht in Träumereien abschweifen zu lassen. Dann werden die Gedanken nach und nach transparent. Wir akzeptieren die Gedanken und nehmen sie an. Wir verdrängen sie nicht, wir kämpfen nicht gegen sie. Wir lernen sie nicht weiter zu beachten, es sei denn sie sind wichtig.

Die Gedanken und die Gefühle sind ebenso wie unser Körper ein wichtiger Teil von uns. Sie sind aber nur unser Werkzeug und sollten keine Kontrolle über uns haben. Wir sollten sie benutzen wenn es nötig ist ohne ihnen Kontrolle zu geben.
Wie oft verlieren wir uns in destruktiven Gedanken, in unerwünschten Gefühlen…
Wir werden so zum Opfer unserer eigenen Gedanken und Gefühle und vermissen die unbeschwerte Lebensfreude.

Achtsamkeit zu kultivieren, ist ein Weg um sich von den Gedanken und Gefühlen zu lösen.
Achtsamkeit lässt uns die Stimme unsere Intuition wahrnehmen, die uns den Weg aufzeigt.
Achtsamkeit hilft uns authentisch zu Kommunizieren und unsere Bedürfnisse zu klären.
Achtsamkeit befähigt uns die Wahrnehmung auszudehnen und mehr Facetten der Wirklichkeit zu erfassen.
Achtsamkeit führt uns zu dem was wir jenseits unserer Konzepte sind.

Wenn wir nicht achtsam mit uns und unserer Umwelt umgehen, übernimmt der “Autopilot” die Kontrolle. Der Autopilot ist eine sinnvolle Funktion unseres Orgenismus, jedoch steht er im Gegensatz zum bewussten Sein. Hierzu ein Beispiel: Beim erlernen des Autofahrens muss man hochkonzentriert sein, um den vielen Anforderungen gerecht zu werden. Mit der Zeit und viel Übung jedoch kann man ganz von Selbst Autofahren, und sich dabei sogar mit ganz anderen Dingen beschäftigen. Wir verfügen also über einen Mechanismus der sozusagen für uns die gewohnten Abläufe automatisch vollbringt. Dieser Mechanismus ist sozusagen immer auf Standby um bei Bedarf die Schematischen Handlungsabläufe zu übernehmen. Und so können wir uns fast immer auf unsere gedanklichen Wiederholungsschleifen (Probleme wälzen…) einlassen, ohne bei dem was gerade stattfindet (Autofahren…) anwesend zu sein.

Achtsamkeit ist wie ein Muskel den wir trainieren können. Wenn wir regelmäßig unsere Aufmerksamkeit auf die Gegenwart richten, wird es immer einfacher bewusst und präsent zu Sein. Wenn man regelmässig übt Wach und Präsent im Hier und Jetzt zu sein, wird es nach und nach zur Gewohnheit und mühelos. Es bedarf nur ein regelmässiges Erinnern an das achtsam Sein, dann ist keine Mühe und keine Anstrengung nötig.

Meditation, Yoga, Thai Chi und ähnliches ist sozusagen Training, übungen auf der Matte. Die wahre Spiritualität wird im Alltag gelebt. Es gilt zu lernen immer Wach, Klar und Authentisch zu sein. Nicht abzuschweifen in Vergangenheit oder Zukunft, sondern Wahrzunehmen was Hier und Jetzt ist. Dies ist ein goldener Schlüssel zum Umgang mit all unseren Problemen.

Die wichtigste spirituelle Übung ist aus meiner Sicht die Kommunikation. Bei der Interaktion mit unseren Mitmenschen gilt es Wach, Klar, Authentisch und Feinfühlig zu sein. Dann werden wir
1. mehr mitbekommen, auch unterschwellige Botschaften zwischen den Zeilen.
2. uns besser ausdrücken, da wir Körpersignale und Intuition erfassen.
3. in unserer Kraft, in der inneren Mitte bleiben.
Und der Trick um dies zu erreichen ist, na klar: Die Achtsamkeit.

Zähneputzen, Zum Bus gehen, Autofahren, Schuhe zubinden und ähnliches sind Handlungsabläufe die wir voll automatisch machen können ohne drüber Nachdenken zu müssen. Genau das sind die Momente an denen wir üben können bewusst zu sein, wahrzunehmen, zu fühlen. Statt automatisch zu funktionieren. Dann können wir uns auch Inseln schaffen die uns daran erinnern achtsam zu Sein. Beispielsweise immer wenn im Büro das Telefon klingelt: Tiefe Bauchatmung, Herz spüren und dann weitermachen. Oder immer wenn man zum Drucker geht: Körper wahrnehmen, Füsse auf dem Boden spüren. So werden wir nach und nach immer mehr den “Muskel” bzw. die Synaptischen Verbindungen und Hirnareale der Achtsamkeit aktivieren.

Zufriedenheit ist eine Entscheidung, der Weg dahin ist die Achtsamkeit.

Allerdings: Es ist acu gut seine gedanken mal schweifen zu lassen, sich gehen zu lassen, sich träumereien hinzugeben. Wir wollen das leben geniessen und als ein grosses Spiel betrachten und sollten dabei zusehen nicht ernst und verbissen zu werden. Liebe, Lachen und Licht…

Das Glück liegt auf der Strasse!

Achso. Hier noch eine einfache Übung um Achtsamkeit zu üben und zum unbeteiligten Beobachter zu werden.

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